Kellerabläufe: Austausch alt gegen neu — mit Rückstausicherung

veröffentlicht am 18. April 2018

Prinzipiell sollen Rückstausicherungen verhindern, dass Abwasser von der Kanalisation in das Haus eindringt. Um Schäden an den Böden und Mauern zu verhindern, ist der Austausch alter Kellerabläufe gegen neue Kellerabläufe mit Rückstausicherung empfehlenswert.

Aus ökonomischen Gründen sind Abwasserkanäle nicht so dimensioniert, dass alle plötzlich aufkommenden Wassermengen sofort gefördert werden können. Dadurch kann es zum Beispiel bei einem besonders starken Regen zu Überflutungen beziehungsweise einer Überlastung des Abwassernetzwerks kommen. Wenn Teile der häuslichen Abwasserleitungen unter der sogenannten „Rückstauebene (RSE)“ liegen, kann es zu einem Rückstau und folglich einer Überschwemmung kommen.

Bestimmen ob ein Rückstau möglich ist

Um zu überprüfen ob gewisse Abwasserleitungen über- oder unterhalb der RSE liegen, gibt es eine einfache Möglichkeit: Im flachen Gelände befindet sich die Ebene auf Höhe der Gehsteigoberkante beziehungsweise der Straße plus 10 cm. Im hügeligen Gelände ist die Höhe des nächsten höher gelegenen Kanaldeckels entscheidend. Zusätzlich muss in Überschwemmungsgebieten noch der mögliche Hochwasserstand berücksichtigt werden.

Rückstau verhindern mittels Rückstausicherung

Um einen möglichen Rückstau von vornherein zu verhindern gibt es mehrere Möglichkeiten: Die Beliebteste und auch einfachste sind Kellerabläufe mit Rückstausicherung. Nach dem Einbau eines solchen Kellerablaufs durch einen Fachmann, wird das überschüssige Abwasser aus der Kanalisation nicht länger nach oben in den Keller gedrückt. Die Rückstausicherung schließt zu diesem Zweck vollkommen selbstständig. Sämtliche Entwässerungsanlagen können während des Rückstaus allerdings nicht benützt werden. Natürlich ist der richtige Einbau ebenfalls entscheidend, da ansonsten mehr Schaden angerichtet, als verhindert wird. Aus diesem Grund sollten Sie uns von Kanal- und Rohrreinigung STA für die Montage beauftragen. Darüber hinaus beraten wir Sie gerne über Alternativen sowie die sinnvollste Rückstausicherung für Ihren Haushalt.

Hebeanlagen als Alternative

Eine deutlich teurere Alternative zu den Kellerabläufen mit Rückstausicherung sind sogenannte Hebeanlagen. Diese fördern das Abwasser über die Rückstauebene hinaus in den Straßenkanal, auch wenn dieser bereits voll ist. Auf diese Weise wird eine Überflutung in den eigenen vier Wänden verhindert. Zusätzlich dazu können sämtliche Entwässerungsanlagen (Waschbecken, WC, etc.) ganz normal benutzt werden, sogar während eines Rückstaus.

Ständige Kontrolle ist für den Ernstfall ein Muss

Sämtliche Einrichtungen zur Vermeidung von Rückstaus müssen ständig kontrolliert und gewartet werden. Hebeanlagen müssen bei Einfamilienhäusern einmal pro Jahr von einem Fachpersonal kontrolliert werden, während Mehrfamilienhäuser sogar zwei Mal pro Jahr und gewerblich genutzte Gebäude vier Mal pro Jahr kontrolliert werden müssen. Rückstauverschlüsse sollten einmal monatlich auf Funktionsfähigkeit kontrolliert werden, während eine Überprüfung durch einen Fachmann zweimal pro Jahr empfohlen wird.

Geringer Arbeitsaufwand mit großer Wirkung

Sollten diverse Abwasserkanäle Ihrer Liegenschaft unter der Rückstauebene liegen, empfiehlt es sich Rückstauverschlüsse an den betroffenen Leitungen zu installieren. Damit können mit relativ geringem finanziellen Aufwand größere Schäden verhindert werden. Zögern Sie nicht, treten Sie mit uns in Kontakt und lassen Sie sich von unserem Fachpersonal persönlich beraten.