Legionellen im Trinkwasser in Ulm

veröffentlicht am 28. Februar 2018

Legionellen im Trinkwasser in Ulm…?

Während des Zwischenfalls im Jahr 2010, als in Ulm mehrere Menschen an Legionellen erkrankten, wurden vom Bund einige Vorsichtsmaßnahmen herausgegeben. Vorbeugen lässt sich einer Infektion demnach, indem die Leitungen regelmäßig gespült werden – mindestens alle 72 Stunden, am besten noch öfter. Vor der Verwendung des Wassers sollten die Leitungen zudem jeweils drei Minuten mit heißem und kaltem Wasser gespült werden.

Schläuche und Armaturen regelmäßig reinigen

Armaturen, Schläuche und Co. müssen regelmäßig gereinigt und gewartet werden. Wenn sich bereits Kalkablagerungen zeigen, liegen womöglich auch Legionellen oder andere Erreger vor, die sich zu einem Gesundheitsrisiko entwickeln können. Der Strahlregler des Wasserhahns ist durch den täglichen Betrieb besonders anfällig – die Initiative Raumluft und Trinkwasser empfiehlt, das Bauteile mindestens einmal pro Jahr zu erneuern.
Denn wenn das Wasser zu lange in der Leitung steht, vermehren sich die Bakterien. Deshalb werden Bewohner dazu angehalten, während einer Abwesenheit einen Freund damit zu beauftragen, die Leitungen regelmäßig durchzuspülen. Nach der Rückkehr aus dem Urlaub sollten die Leitungen mindestens fünf Minuten voll aufgedreht werden. Eine gute Alternative: Armaturen, die das Durchspülen der Rohre automatisch unternehmen. Wer sich dennoch unsicher ist, lässt die Leitungen von einem Fachmann durchchecken.
Der Spezialist für Rohrreinigungen prüft die Trinkwasserqualität und reinigt bei Bedarf die Rohre und Leitungen. Eine regelmäßige Prüfung und Reinigung durch den Experten verhindert nicht nur Erkrankungen, sie verbessert auch den Geschmack des Leitungswassers, denn auch Ablagerungen und Co. werden durch die umfassende Rohrreinigung zuverlässig entfernt.

Neue Hyigene-Verordnung des Bundes

Im Jahr 2010 sind in Ulm die Legionellen ausgebrochen. Drei Jahre später war auch Warstein Betroffen. Die Folge waren unzählige Erkrankte, die zum Teil noch heute unter den Folgen der Infektion leiden. Verursacht wurden die Keime durch verschmutzte Rohre, vor allem in Industrieanlagen und großen Betrieben.
Als Antwort darauf wurde im Bundestag kürzlich eine Verordnung verabschiedet. Die 42. Bundes-Immissionsschutzverordnung soll noch in diesem Jahr in Kraft treten und für bessere Hygienemaßnahmen sorgen. Bereits jetzt rüsten Unternehmen in und um Ulm auf, um den neuen Vorgaben gerecht zu werden. Zu den Unternehmen, die von den gesetzlichen Anpassungen betroffen sind, zählen unter anderem Schwimmbäder, Hotels und Bürogebäude, aber auch industrielle Fertigungs- und Verarbeitungsbetriebe.

Erkrankung mit Legionellen vermeiden

Die neue Verordnung soll weitere Zwischenfälle wie die Legionellen-Ausbrüche in Ulm und Warstein verhindern. Ab dem 19. Juli 2018 – an diesem Datum beginn die Anzeigepflicht – müssen die betroffenen Unternehmen Gutachten erstellen, die vier Wochen später den Behörden vorgelegt werden müssen. Diese Schritte sollen die Hygienestandards in Großstädten und Ballungsräumen verbessern, die Ausbreitung von Erregern eindämmen und dadurch nicht zuletzt auch die Lebensqualität der Anwohner verbessern.