Ratten in der Kanalisation: Lebensweise, Maßnahmen und Gefahren

veröffentlicht am 3. Juni 2018

Auf unserem Planeten gibt es eine Vielzahl an Rattenarten. Bei uns heimisch sind die Hausratte sowie die Wanderratte. Letztere ist deutlich öfter vertreten, hierzulande als Kanalratte bekannt und bringt viele Gefahren mit sich.

Enorme Verbreitung

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Weshalb die Wanderratte so weit verbreitet ist und fast vier Ratten auf einen deutschen Einwohner kommen, hat den einfachen Grund, dass die Wanderratte sehr anpassungsfähig und ein wahrer Überlebenskünstler ist. Ob Temperaturschwankungen, Nahrungsknappheit, Trockenheit oder Feuchtigkeit – die Wanderratte kann sich an die äußeren Umstände sehr gut anpassen. Darüber hinaus ist das Säugetier besonders misstrauisch und zugleich auch neugierig. Dieses Verhalten hat ihnen vor allem die „Herrschaft“ über die Kanalisation gesichert. Ein wesentlicher Grund für die enorme Verbreitung der Nager ist der enorme Nachwuchs. Bis zu achtzehn Jungtiere kann eine Rattenmutter pro Wurf gebären. Dazu kommt noch, dass Ratten alle vier bis fünf Tage fruchtbar sind. Zusätzlich dazu sind sie bereits nach vier bis acht Wochen vollständig geschlechtsreif.

Können Ratten über die Toilette kommen?

Das Horrorszenario vieler, dass Ratten über die Toilette in die eigenen vier Wände eindringen, ist durchaus real. Allerdings ist es doch sehr unwahrscheinlich, wenn man paar Dinge beachtet. Die erste Maßnahme: Speisereste haben nichts in der Toilette verloren. Die Ratten werden nämlich nach einiger Zeit die Quelle aufsuchen und so möglicherweise Ihre Toilette aufsuchen. Darüber hinaus kann es bei Volllaufen der Kanalisation zu unerwartetem Besuch kommen, da nur der Ausweg in Richtung Toilette die Ratten vor dem Ertrinken schützen kann.

Damit die Toilette allerdings eine Einbahnstraße bleibt, gibt es Sperrgitter oder Sicherheitsklappen, die Sie anbringen können. Diese Arbeiten übernehmen unter anderem wir von STA Kanal- und Rohrreinigung für Sie.

Maßnahmen zur Rattenbekämpfung

Viele Städte schreiten bereits aktiv zur Tat, um der Rattenausbreitung Herr zu werden. Die Rattenjagd ist allerdings ein aufwendiger und vor allem langwieriger Prozess. Das generelle Misstrauen der Säugetiere stellt dabei die größte Schwierigkeit dar. Werden zum Beispiel vergiftete Köder ausgelegt, die die Ratten noch nicht kennen, so schicken die Ratten einen Vorkoster vor. Stirbt dieser, so greifen die restlichen Ratten den Köder nicht an. Aufgrund dieses Wissens werden den Ratten oftmals nicht giftige Köder antrainiert und später gegen giftige ausgetauscht. Eine andere Möglichkeit ist der Einsatz von Blutgerinnungsgiften. Erst nach einigen Tagen, nachdem alle Ratten von dem Gift gegessen haben, wirkt es tödlich. Der Einsatz dieses Giftes ist allerdings aufwendig und nur in nicht öffentlich zugänglichen Bereichen erlaubt.

Der Kampf gegen die Ratten erfordert viel Ausdauer und ständig neue Methoden, weshalb ganz besonders die Mithilfe eines jeden einzelnen gefragt ist. Dies beginnt bereits bei der richtigen Entsorgung von Speiseresten. Sie sollten auf keinen Fall über die Toilette entsorgt werden. Darüber hinaus sollten auch im öffentlichen Bereich die vorgesehenen Mülleimer genutzt werden.

Gefahren durch Kanalratten

Dass Ratten gefährliche Krankheiten verbreiten, ist eigentlich weitläufig bekannt, allerdings wird die Gefahr, die von den Säugetieren ausgeht, oftmals unterschätzt. Durch ihre enorme Anpassbarkeit werden die Ratten selbst gegen die Krankheiten schnell immun, tragen diese allerdings noch mit sich umher. Sobald sie in späterer Folge mit Menschen in Kontakt kommen, werden die Erreger übertragen. Umso wichtiger ist es, den Säugetieren Einhalt zu gebieten und deren Verbreitung einzudämmen.